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Fragen über Fragen 
23. Mai. 2004 - 05:31 pm
Hier sind übrigens vier Sachen, die ich partout nicht übersetzen kann.

Das Problem ist:
* bei "Request Action", was irgendwas aus dem Support-Bereich ist, habe ich trotz Support-Erfahrung keine Ahnung, was es bedeutet.
* bei "Friends Tools" weiß ich einfach nicht, wie man das intelligent rüberbringen kann.
(außerdem weiß ich in beiden Fällen nicht, was diese "crumb"-Unterkategorie ist)
* bei "Unlocked [[tag]] tag." habe ich keine Ahnung, was es überhaupt ist UND
* bei "Mean: [[mean]] Median: [[median]] Std. Dev [[stddev]]" hänge ich auch ziemlich durch, schon weil ich den Unterschied zwischen "Mean" und "Median" nicht schnalle. Das eine ist der, äh, Durchschnitt und das andere der Mittelwert? Häh? Das eine der Durchschnitt und das andere der andere Durchschnitt? Wie auch immer. Ich bitte um Input. Außerdem habe ich keine Ahnung, was "Std. Dev" heißt - "Steady Development"? Was mich zu der Frage bringt, wie viele Leute das eigentlich wissen, die so eine Umfrage beantworten.
Kommentare 
23. Mai. 2004 - 09:04 am (UTC)
Zwar keine Ahnung vom Rest, aber ich denke median dürfte der Median sein. Ich erinnere mich zwar nur noch vage, aber da war ein Unterschied zwischen Median und Mittelwert/Durchschnitt.
23. Mai. 2004 - 09:24 am (UTC) - Laut Meyers Lexikon.
"Mean" müsste das arithmetische Mittel sein, also der Wert aller Elemente geteilt durch die Anzahl der Elemente.

Und der Median ist dann der Zentralwert z, was bedeutet, dass xi kleiner/gleich z und xi größer/gleich z für jeweils mindestens die Hälfte aller Werte xi.

Öh. Nun habe ich ein Problem damit, mir den Zentralwert logisch zu erschließen. Verdammt, ich hätte wirklich besser aufpassen sollen in Mathematik.
23. Mai. 2004 - 09:28 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Mean = (arithmetischer) Mittelwert
(d.h. man summiert alle Werte und teilt sie durch die Anzahl)

Median = Median
(d.h. man sortiert die Werte aufsteigend und nimmt immer den kleinsten und größten weg, bis nur noch einer übrigbleibt -- so wie Du "Zentralwert" definierst)

Std. Dev. = standard deviation = Standardabweichung
(kann ich jetzt aber nicht so aus der hohlen Hand definieren)
23. Mai. 2004 - 09:39 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
so aus der holen hand heraus, weil meine fachbücher natürlich alle im büro liegen:
standartabweichung = mittelwert der abweichungen der einzelwerte vom mittelwert?
23. Mai. 2004 - 09:50 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Das habe ich mal, ironischerweise nicht in Mathematik, sondern in Psycholgie gelernt.

Die Standardabweichung ist die Wurzel aus dem Durchschnitt der quadrierten Abweichungen der Einzelwerte vom arithmetischen Mittel.
23. Mai. 2004 - 09:51 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Mein Kopf dreht sich.
23. Mai. 2004 - 09:54 am (UTC) - brauchst du überhaupt eine definition?
statistik ist teufelswerk!
23. Mai. 2004 - 09:57 am (UTC) - eigentlich nicht, aber ich will ja doch wissen, was ich da übersetze
Allerdings. Ich habe gerade Rauch aus meinem Kopfe dringen sehen, ich glaube, da liegt ein Kabelbrand vor. Oh-oh.
23. Mai. 2004 - 10:04 am (UTC) - dann interessiert dich das vielleicht auch:
okay! wie die standartabweichung berechnet wurde, wurde ja nun ausreichend erklärt.
bleibt die frage: wozu braucht man den?
die standartabweichung ist ein maß für die qualität des mittelwertes, d.h. sie gibt auskunft darüber, ob sich die meßwerte dicht am mittelwert tummeln oder breit gestreut sind. im letzten fall könnte es im extremfall bedeuten, dass der mittelwert nicht zu gebrauchen ist, weil bei jeder messung in dieser messreihe was anderes herauskommt und der mittelwert nicht repräsentativ ist.
23. Mai. 2004 - 10:02 am (UTC) - Re: brauchst du überhaupt eine definition?
*Völlige Zustimmung*
23. Mai. 2004 - 10:17 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Na gut, praktisches Beispiel:

Man nehme an, man hat 10 Kugeln, mit den Zahlen 1 bis 10. Daraus wird n-mal gezogen (die gezogenen natürlich wieder zurück in den Topf gelegt).

Dabei kommt folgendes heraus:

 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10
---+---+---+---+---+---+---+---+---+----
 2 | 5 | 5 | 2 | 7 | 2 | 6 | 2 | 7 | 2

Geordnet nach der Häufigkeit sieht das so aus:

2 2 2 2 2 5 5 6 7 7
         ^
         |
Der Median liegt zwischen 2 und 5, ist damit also 3,5.

Arithmetisches Mittel erklär ich jetzt nicht, ist aber 4,0. (Alle Werte addieren, durch Anzahl (10).)

Standardabweichung ist jetzt:


    _______________________________________
   /(4 - 2)² + (4 - 2)² + .... (4 - 7)²   |
  / -----------------------------------
\/                   10

23. Mai. 2004 - 11:42 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
das erinnert mich ganz gemein an lineare regression. ich muss was trinken...
23. Mai. 2004 - 05:37 pm (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Wie man das arithmetische Mittel berechnet, weiß ich ja auch! Ich bin froh, dass es so weit noch reicht. Aber es wurde ja direkt anschaulich durch dieses Beispiel, vielen Dank also zum Beitragen dazu, dass ich kapiert habe, worum es eigentlich geht. ;)
24. Mai. 2004 - 01:17 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Das wollte ich auch nicht unterstellen, ich habe es nur beim ersten Mal selber falsch berechnet (als arithmetisches Mittel der gezogenen Zahlen, statt als ar. Mittel der Zug-Häufigkeit), deswegen der Satz. :)
23. Mai. 2004 - 10:02 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Ja, halt nicht genau. Ich wusste, es hatte irgendwas mit Quadraten zu tun. :)
23. Mai. 2004 - 10:07 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
wobei ich da bis heute nicht verstehe, warum da nicht einfach der betrag verwendet wird.
23. Mai. 2004 - 02:05 pm (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Auf der englischen Wikipedia-Seite zum Thema gibt es den Stichpunkt "geometrische Interpretation". Den finde ich zwar nicht ganz leicht verständlich, aber:

Nimm an, Du hast Messwerte x1,...,xn, und die sind um einen Mittelwert x gestreut. Jetzt nimmst Du (x1,...,xn) und (x,...,x) als zwei Punkte in einem n-dimensionalen Raum. Dann ist die Standardabweichung (bis auf den Faktor 1/n) der Abstand dieser beiden Punkte.

Wenn Du jetzt eine andere Messreihe y1,...,yn mit Mittelwert x nimmst und die haben die gleiche Standardabweichung, dann liegen sie genau so weit weg von (x,...,x) wie (x1,...,xn). Die Messreihen mit der gleichen Standardabweichung bilden also eine Kugel um (x,...,x).

Warum einem das weiterhilft, weiß ich auch nicht, aber offensichtlich hilft es. :)
23. Mai. 2004 - 11:41 pm (UTC) - danke!
ich begnüg mich einfach mit der erklärung, daß es einfach etwas mit der darstellung im mehrdimensionalem raum zu tun hat und kann einfach wieder ruhig schlafen ;-)
23. Mai. 2004 - 09:42 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Dankeschön! Meyers Lexikon sagt zur Standardabweichung, dass ich bei "Streuung" gucken soll und dort wiederum steht: Maß für die Abweichung der Merkmale einer Grundgesamtheit oder Stichprobe von deren Erwartungswert (Mittelwert) E(X). Für eine diskrete Zufallsgröße X folgt für die Streuung:

(eine Art griechisches o)²=E[X-E(X)]²

Und das, äh, o ist dann die Standardabweichung.
Ich weiß, ich bekleckere mich gerade nicht mit Ruhm mit meinem Griechisch- und Mathe-Nichtwissen. ;)
23. Mai. 2004 - 09:45 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Das einzige was ich dazu noch weiß, wäre das das griechische o ein Sigma ist. Und das war die Wurzel aus der Varianz.
23. Mai. 2004 - 09:50 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Das nenne ich angewandte Fortbildung! Varianz war auch ein Synonym für Streuung im Meyers L.e.x.i.k.o.n. ;) Toll, toll, ich bin völlig begeistert von dem Wissen, das hier gerade freigesetzt wird.
23. Mai. 2004 - 09:53 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Nun, das "griechische O" ist ein "Sigma", steht in der Tat für die Standardabweichung oder auch die "Mittlere quadratische Abweichung" und das Quadrat vom Sigma wird so berechnet, wie Du's geschrieben hast.
Anders umschrieben läuft es, ähnlich wie deckard_p es schon gesagt hat, darauf hinaus, daß man jeden Meßwert (diskrete Werte vorausgesetzt) vom Mittelwert der Stichprobe abzieht, diese Differenz quadriert und das dann alles aufaddiert. (Moment, eigentlich spielt da noch eine Wahrscheinlichkeitsfunktion mit, da hakt's dann bei mir aber regelmäßig aus.)

Bei einer Normalverteilung (Die Gauß'sche Glockenkurve, wer die alten Zehn-Mark-Scheine noch vor Augen hat, wird sich erinnern) liegen dann - ich glaube - 63% aller Werte der Stichprobe in dem Bereich plus/minus ein Sigma um den Mittelwert herum.
Wie's bei anderen Verteilungsformen aussieht, weiß ich jetzt nicht mehr. Ist ja schließlich Wochenende... ;-)
23. Mai. 2004 - 09:58 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Oha oha, sehr aufschlussreich, das alles. Vielleicht sollte ich ja mal überlegen... das zu studieren! Es klingt alles so spannend. Tiihiihi.
23. Mai. 2004 - 10:01 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Na, dann ab nach Berlin!
23. Mai. 2004 - 10:17 am (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Also, ob das 'ne gute Idee ist?! Ich stimme dem Zitat "Statistik ist Teufelswerk" weiter oben aus vollstem Herzen zu. Ich habe in der Schule Wahrscheinlichkeitsrechnung schon gehaßt und mich im Studium so einigermaßen durchgewurstelt (wir mußten ein ganzes Semster 'ne Vorlesung "Stochastische Prozesse" hören). Mit dieser Mittelwert-Varianz-Standardabweichung-und-so-Geschichte kratzen wir hier nur an der Oberfläche. Je weiter Du in das Thema eindringen willst/mußt, desto besser müssen die Drogen werden, damit Du dem noch was abgewinnen kannst damit Du dem Thema folgen kannst. ;-)
Aber, wer weiß, vielleicht stellt sich das für Dich ja als superspannend und pupsig einfach heraus. (Ich hoffe, Du erklärst es mir dann mal mit Deinen Worten.)
23. Mai. 2004 - 01:51 pm (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
wofür gibt es SPSS? ;-)
und am ende ist es doch viel kaffeesatzleserei und man könnte genausogut hühnerknochen werfen.
23. Mai. 2004 - 03:33 pm (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Hmmm, SPSS kannte ich noch nicht.
(Mein Motto bzgl. Wahrscheinlichkeitsrechnung ist eigentlich: "Vermeide sie, wenn Du kannst. Wenn das nicht geht, ignoriere sie. Es kommt doch immer ganz anders, als berechnet." Und in der Firma gehen wir bei allem, was mit Statistik zu tun hat immer von der Normalverteilung aus. Und damit komme ich einigermaßen zurecht.)

Mit der Kaffeesatzleserei und dem Knochenwerfen hast Du allerdings vollkommen recht. :-)
23. Mai. 2004 - 11:46 pm (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
SPSS kenn ich auch nur von den naturwissenschaftlern, die damit ihren auswertungen einen wissenschaftlichen anstrich verleihen. sie berechnen damit u.a. irgendwelche korrelationsfaktoren und postulieren dann signifikante einflüße.
mir persönlich reicht auch excel und die gauß'sche normalverteilung.
23. Mai. 2004 - 05:38 pm (UTC) - Re: Laut Meyers Lexikon.
Haha.. na ja, ich glaube auch, ich bin kaum interessiert an Statistik. Ursprünglich war Statistik der Hauptgrund, der mich von einem Psychologie-Studium abgehalten hat. Na gut, und der NC. Aber das gilt nicht.
23. Mai. 2004 - 09:42 am (UTC) - Gott, ich habe Statistik immer gehasst
Aber bitte:

Median: mittelster Wert der der Größe nach geordneten Meßreihe

für ungerade n gilt: z=x(n+1)/2
für gerade n gilt: z=1/2*(xn/2+xn/2+1)

Anwendung:
-rangskalierte oder asymmetrisch verteilte Zufallsvariablen
-Überschlagesrechungen, geringer Stichprobenumfang, Verdacht auf Ausreißer
-metrische Daten die nichtsymetrisch sind


Wenn ich mich jetzt nicht sehr irre heißt das, daß der Median einfach die Mitte der möglichen Ergebnisse markiert.
Also auf einer Skala von 1 bis 100 -> 50 und bei Ergebnissen zwischen 70 und 99 ->15
Ähhh. Glaube ich jedenfalls.
23. Mai. 2004 - 09:55 am (UTC) - Re: Gott, ich habe Statistik immer gehasst
Fast, aber nicht ganz. Nicht die Mitte der möglichen, sondern der tatsächlichen Ergebnisse.


23. Mai. 2004 - 10:01 am (UTC) - Re: Gott, ich habe Statistik immer gehasst
Ups, ja.
Tja, wie gesagt - Statistik. Nicht so unbedingt mein Ding :)
23. Mai. 2004 - 10:02 am (UTC) - crumbs
Na ja, crumbs sind ja diese "so könntest du hierher gekommen sein" am Anfang der meisten Seiten (z.B. http://www.livejournal.com/friends/editgroups.bml hat "Home : Manage Accounts : Friends Tools : Edit Friends Groups" und jeder "Brotkrümel" bis auf den letzten ist ein Link zur jeweiligen Seite.

Benannt nach den Brotkrümeln im Märchen "Hänsel und Gretel", die Hänsel benutzte, um seinen Weg zurückzufinden.

Für "Friends Tools" also vielleicht "Freunde verwalten"? Das ist zumindest der Titel der Seite, auf die der Krümel verweist (http://www.livejournal.com/friends/), also könnte es auch auf den Krümel selber passen.
23. Mai. 2004 - 10:05 am (UTC) - unlocked tag
Das mit dem "unlocked tag" scheint einfach ein sehr schlecht gewählter Name zu sein - das kommt anscheinend nur in einer Datei (ljpoll.pl) vor und zwar dann, wenn ein Tag nicht geschlossen wurde. Der Parameter 'tag' ist der Name des nicht geschlossenen Tags (entweder lj-poll, lj-pq oder lj-pi).

Also vielleicht übersetzen mit "Tag [[tag]] nicht geschlossen." ? Evtl. mit "Poll-Tag" statt "Tag".
23. Mai. 2004 - 05:39 pm (UTC) - Re: unlocked tag
Das mit den Crumbs ist mir heute erst klargeworden, als du es gesagt hast! Da muss man erstmal drauf kommen. ;) Danke! Und danke auch für die anderen Kommentare, hab jetzt das Freunde verwalten und das mit dem Tag übernommen.
17. Jul. 2004 - 05:25 am (UTC)
geek link

"Request Action" kommt dort vor, wo erfahrene Supporter Anfragen schließen/öffnen und so weiter können, also heißt es schonmal nicht "Handlung erbeten", sondern *mit* der Nachfrage wird etwas gemacht... nur wie sag ich das auf Deutsch?
Anfrage bearbeiten?
Anfrage verwalten?
...
3. Aug. 2004 - 01:59 am (UTC) - bump
*ring ring*
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